Plattformunabhängige Apps
Am 1. und 2. Oktober 2011 fand das vierte Barcamp Stuttgart statt. Knapp über 200 internet- und computeraffine Menschen fanden sich im Literaturhaus Stuttgart (in den Räumen der MFG) ein, um selbstorganisierte Workshops durchzuführen. Mehr Informationen zu dem Thema “Barcamps” findet man in dem passenden Wikipedia Artikel.
Ich habe unter anderem die Sessions “Usability”, “Android Malware“, “Startupscene Stuttgart” und “Geile Twitterbots” besucht. Besonders herausstellen möchte ich jedoch den Workshop zu plattformunabhängigen mobilen Apps. Dieser hat besondere Relevanz für mich, da ich mich in meinem Praxissemester genau mit diesem Thema beschäftige.
Die Teilnehmer hatten größtenteils die Hoffnung, eine Patentlösung von Alex, der die Session initiiert hatte, zu erhalten. Es wurde jedoch recht schnell klar, dass es diese “eine” Patentlösung für plattformunabhängige Apps nicht gibt.
Jedoch sind bereits jetzt verschiedene Frameworks und Technologien vorhanden, welche für entsprechende Anwendungsfälle interessant sein können. Hier eine Zusammenfassung der Session (die Dauer war 45 Minuten – deswegen bitte auch “nur” als Anregung für weitere Recherchen verstehen):
- Corona ist für Spiele geeignet (OpenGL). Man erstellt hierbei eine native App für iOS und Android.
- PhoneGap ist ein Open Source Framework zur Entwicklung mit HTML 5 und JavaScript. PhoneGap lädt nach dem Öffnen der App eine Seite aus dem Internet. Durch JavaScript hat man aus der HTML-Seite nun aber auch Zugriff auf native Funktionen des Geräts (was man mit dem Browser nicht hätte). Das PhoneGap Grundgerüst läuft auf allen gängigen Plattformen wie Android, iOS, Windows Phone, Blackberry OS oder Symbian.
- Bei Titanium wird hauptsächlich mit JavaScript, Html und CSS programmiert. Das Framework interpretiert den Quellcode dann auf der jeweiligen Plattform und setzt die App nativ um.
- Adobe Flex 4.5 bringt Flex und Adobe Flash Builder auf Smartphones und Tablet-Computer. Mithilfe der Adobe Flash Plattform werden die Apps entwickelt. Teilnehmer haben von Performance Problemen berichtet. (Außerdem ist es eben Adobe
) - Sencha touch ist ein HTML5-Framework zur Entwicklung von nativ-wirkenden Anwendungen (ähnlich wie jQtouch).
- jQtouch ist ein Open Source Framework, das auf dem jQuery-Framework basiert. Teilnehmer berichteten von Darstellungsfehlern. Jedoch scheint z.B. das Feature “Listen springen” gut zu funktionieren. Die Performance ist ok. Technologisch ist es jedoch (noch) nicht ausgereift – es befindet sich derzeit in Beta 3.
- HTML5 ist sogar offline fähig, z.B. können Cookies bis 5 MB lokal gespeichert werden. Durch Sessions sogar noch mehr. Somit wäre eine gut optimierte Webseite auch als App nutzbar (ohne Framework).
Weitere Informationen zu den Sessions gibt es im Wiki.

Schöne Übersicht, muss ich mir mal gleich bookmarken
. Ist guter Input für eines der Team der kommenden Projektstudie.
Nur, kann man sich die Schriftart irgendwie selbst einstellen (außer über ein lokales CSS)? Ein wenig schmerzen meine alten Augen.
Mhm, dass es mit der Schriftart Probleme gibt, ist mir auch schon aufgefallen (z.B. auf meinem Arbeitscomputer). Ich werde das morgen ändern – dann sollte es wieder angenehmer für die Augen sein.
Oh, ja, vieeeel augenschonender. Danke.
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